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Über 160.000 Pflegekräfte fehlen in Deutschland

Nicht nur die ambulante Pflege ist vom Personalmangel betroffen. Auch die stationären Altenpflegeeinrichtungen und unsere Kollegen aus den Krankenhäusern sitzen im selben Boot. Aber es liegt nicht allein am demografischen Wandel, dass es diesen gravierenden Mangel an Pflegekräften gibt.

So hat eine Umfrage des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK) ergeben, dass vor allem die Überlastung der Pflegemitarbeiter einen großen Beitrag zur Unattraktivität und dem schlechten Image des Pflegeberufes beiträgt. Dies ist eine erhebliche Ursache für den bestehenden Fachkräftemangel.

Aus diesem Grund hat die Gewerkschaft Verdi zum internationalen Tag der Pflege aufgerufen, der gerade im Mai stattfand. Zu diesem Anlass hat der DBfK erste Ergebnisse zu seiner Umfrage zur Dienstplanung und Pausenregelung für Pflegekräfte in ambulanten Diensten, Pflegeheimen und Krankenhäusern veröffentlicht. Die Ergebnisse sind alarmierend:

  • Etwa 50% der Befragten gibt an, dass sie ein bis zwei zusätzliche Schichten pro Monat übernehmen müssen
  • Ein weiteres Drittel muss sogar bis zu 5 Schichten übernehmen
  • Knapp 10% der Befragten geben sogar an, dass die Übernahme zusätzlicher Schichten wöchentlich vorkommt
  • Freie Tage und Urlaub werden mittlerweile als unentgeltliche Rufbereitschaft empfunden
  • Der Arbeitsdruck sorgt dafür, dass gesetzlich vorgeschriebene Pausen nicht eingehalten werden können.

 

Wer so mit seinem Personal umgeht, muss sich nicht über hohe Ausfallquoten, lange Krankheitsdauer, schlechtes Berufsimage und vor allem die Flucht junger Menschen aus dem Beruf wundern. Trotz des Fachkräftemangels habe es Arbeitgeber in der Pflege immer noch selbst in der Hand, für zufriedenes Personal in den eigenen Reihen zu sorgen.

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