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Von Karla Kämmer, Inhaberin der KKB

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Vorbildfunktion

Vorbildliche Führungskräfte sind verlässlich in ihren Worten und Taten und erfüllen hohe ethische und moralische Standards: Sie stellen das Gesamtinteresse ihrer Organisation über ihre persönlichen, selbstbezogenen Ziele und Vorteile. Oder es gibt eine Win-win-Si­tu­a­ti­on.

 

Auf jeden Fall: Vorbilder bieten Orientierung und Haltung für ihre Mitarbeitenden. Dadurch werden vorbildliche Führungskräfte als integer und glaubwürdig wahrgenommen.


Sie dienen also den Mitarbeitenden als Vorbild, an dem diese sich menschlich und fachlich orientieren. Das ist eine große Aufgabe, die nicht von einem Tag auf den anderen aufgebaut werden kann, aber umso schneller verspielt wird.

 

Die Vorbildfunktion muss eine Führungskraft sich daher durch ihr Verhalten verdienen und erhalten – und zwar stetig und kontinuierlich. So wird ihr als Führungskraft Vorbildfunktion von ihren Mitarbeitenden zugesprochen.

 

Vorbildfunktion ist so wichtig, weil Du damit als Führungskraft die entsprechende Denkweise (= Mindset) eines Vor-Bildes im Team steuern kannst.

Charisma

Vorbild wird häufig in Verbindung mit Charisma gebracht. Ein Charismatiker ist “jemand, der eine große Ausstrahlung und Anziehungskraft besitzt“ (DWDS, 2020).

 

Bild von Mike Brice-pixabay.com

Charismatische Eigenschaften werden beispielsweise dem ehemaligen Präsidenten, Barack Obama, zugesprochen.

Marco Furtner (2016, S. 39f) meint damit die sogenannten „hellen Eigenschaften“:

 

  • Offenheit
  • Verträglichkeit
  • Selbstlose, sozialisierte Machtmotive
  • Idealisierter Einfluss
  • Inspirierende Motivation

 

Charismatiker werden sehr unterschiedlich wahrgenommen. Manchen von ihnen haftet mehr als nur ein „Geschmäckle“ – so sieht man es im Schwabenland – an.  Als Charismatiker sehen sich auch Menschen wie Donald Trump, der nachfolgende Präsident.

 

Der oben erwähnte Autor bringt damit folgende „dunkle Eigenschaften“ in Verbindung:

 

  • ausgeprägter Narzissmus
  • egoistische, personalisierte Machtmotive

 

Nun sind nur die wenigsten von uns „kleine“ Obamas. Aber Vorbild-Funktion als Element der Transformationalen Führung lässt sich trainieren und entwickeln.

Neben der Situation, die charismatische Entwicklung zulässt, sind dabei insbesondere zwei Aspekte von besonderer Bedeutung:

 

  1. Persönlichkeitseigenschaften und Motive
  2. sowie trainierbare Fähigkeiten, wie: Selbstführung, Rhetorik und Kenntnis über Beeinflussungsmöglichkeiten von TF.

Jakobsweg

Genau hier können Sie ansetzen. Um Ihre Mitarbeiter*innen gut zu führen, ist Klarheit über die eigene Person mehr als vorteilhaft.

Der Weg dorthin gleicht einem Jakobsweg. Populär geworden ist der schon jahrhundertelang bestehende Jakobsweg vor einigen Jahren für ganz viele Menschen in Deutschland durch den Bestseller von Hape Kerkeling „Ich bin dann mal weg“ (2009), der auch verfilmt wurde.

 

Und Sarah M. Pali (2010) hat anlässlich ihrer Diplomarbeit durch Interviews mit Pilgern herausgefunden, dass …

 

  • es ganz unterschiedliche Motive zum Pilgern (nur ca. 25% ausreligiösen Gründen; verstärkt: Sinn-/Selbstfindung, Herausforderung) geben kann,
  • der Weg bei Wind und Wetter zeitweise als (sehr) anstrengend empfunden wird,

aber alle Pilger etwas verbindet: in jedem Fall ankommen am Ziel.

Fragen

Bei der Vorbereitung und auf dem Pilgerweg zum Ziel nach Santiago de Compostela in Nordspanien oder auf einem der europaweit verstreuten Pilgerwege können bei der Sinnsuche, Herausforderung, …   Fragen auftauchen, wie sie Christiane Schlüter (2015) beschreibt:

 

  1. Habe ich Lust auf Abenteuer oder liebe ich die Beständigkeit in Freizeit und Beruf?
  2. Verfüge ich über Eigenschaften, die mir weitergeholfen haben, mit Schwierigkeiten umzugehen, und die mir auch für die zukünftige Reise bzw. bei beruflichen Anforderungen weiterhelfen können?
  3. Über welche Stärken verfüge ich? Gibt es auch Eigenschaften, die mir negativ erscheinen, beispielsweise hartnäckig? Hat diese Eigenschaft vielleicht auch positive Seiten, wie: ausdauernd, beharrlich, standhaft?
  4. Habe ich eine Vision vom Ziel der Reise, die mich emotional anspricht? Und: möchte ich dorthin?
  5. Kann ich mein erstrebenswertes Ziel begreifen, erfassen, beschreiben, umsetzen, …? Und: wird das angestrebte Ziel im privaten und beruflichen Bereich mich zufrieden machen?

 

Diese und andere Fragen sind hilfreich, um zu sich selbst zu finden. Sie können Hinweise geben, welche Persönlichkeitseigenschaften und Motive mich ausmachen.

 

 

Kleiner Tipp am Rande: Auch im Ruhrgebiet gibt es neben dem klassischen Jakobsweg, der u. a. auch direkt am Essener Bahnhof vorbeiführt, weitere Routen, die für Ihre Zwecke interessant sein können (siehe Pilgern im Ruhrgebiet).

Viele Wege

Es heißt: Viele Wege führen nach Rom. So können Sie auch einen anderen Einstieg in das Thema „Vorbild“ wählen.

 

Wie wäre es mit:

 

  1. Wer fällt Dir im beruflichen Kontext als Vorbild ein? Und weshalb fällt Dir dieser Mensch ein?
  2. Welches Verhalten ist an diesem Menschen für Dich vorbildlich?
  3. Und für welche Werte und Normen steht dieser Mensch?
  4. Wo kannst Du Dein Verhalten an Dein Vorbild anpassen? Welche Werte kannst Du übernehmen und wie gelingt Dir das?

 

Es gibt viele Wege, um sich zur oder als Führungskraft weiterzuentwickeln. Davon profitieren Sie, Ihre Mitarbeiter, das Unternehmen und die Kunden. Und es wirkt auch auf Ihren privaten Bereich.

 

Viel Freude und Erfolg auf Ihrer ganz persönlichen Reise.

 

Im nächsten Newsletter im Mai erwartet Sie eine weitere Folge zum Thema „Transformationale Führung“.

Literatur +
Quellenhinweise

DWDS (= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprachen)

https:// https://www.dwds.de/wb/Charisma  vom 14.03.2021

 

Furtner, Marco. 2016.

Effektivität der transformationalen Führung. Helden, Visionen und Charisma.

Wiesbaden: Springer Gabler.

 

Kerkeling, Hape. 2006.

Ich bin dann mal weg. Meine Reise auf dem Jakobsweg.

München: Piper Verlag.

 

Pali, Sarah M.. 2010.

„Ein Pilger ist der, welcher geht, und der, welcher sucht.“

Längsschnittstudie zu Lebenssinn & Lebensbedeutungen bei Pilgern des Jakobswegs. Unveröffentlichte Diplomarbeit.

Universität Innsbruck:  Institut für Psychologie.

 

Pilgern im Ruhrgebiet.

https://zukunftsbild.bistum-essen.de/die-bistums-projekte/die bistumsprojekte/pilgerwege-im-ruhrgebiet/ vom 12.05.2019

 

 

Schlüter, Christiane. 2015.

Der innere Jakobsweg. Aufbrüche wagen, eigene Wege gehen, neue Ziele finden.

München: Gräfe und Unzer.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!