Kundenbereich

Trotz Corona-Krise rechtssicher Dienste abdecken

Die Lage in den Seniorenheimen, teilstationären Einrichtungen und ambulanten Pflegediensten ist quer durch die Republik schwierig. Gerade, was Auslastung und Belegung angeht, zeigt sich, je nach Region, ein ganz unterschiedliches Bild. Was aber alle eint, ist die Personalproblematik!

Der strukturelle Personalmangel begleitet Sie bereits seit Jahren. Doch in der Corona-Krise kämpft der ein oder andere unter Ihnen mit weiterem Personalausfall aufgrund von Quarantänemaßnahmen oder gestiegenen Krankheitsquoten. Das  kann dazu führen, dass Sie vereinbarte Personalmengen unterschreiten und/oder beim Personaleinsatz gegen Ihre Verträge mit den Kassen verstoßen müssen. Letzteres betrifft vor allem ambulante Pflegedienste.

 

In den einzelnen Bundesländern gibt es aber Lockerungen beim Personaleinsatz. So haben zum Beispiel die Krankenkassen in Nordrhein-Westfalen temporäre Erleichterungen für ambulante Dienste geschaffen. Achten Sie aber darauf, dass Sie keine Probleme mit der Haftung und einem möglichen Organisationsverschulden bekommen.

 

Im stationären Bereich können Sie mit einem Notfallplan die Besetzung und damit die Bewohnerversorgung abdecken. Ergänzend zum Notfallplan kann ein Prioritätenschema installiert werden. Dieses Prioritätenschema weist aus, welche Aufgaben pro Schicht auf jeden Fall erledigt werden müssen und welche Aufgaben geschoben werden können.

Hierzu ein Beispiel: In einem Pflegeheim mit 100 Plätzen müssen pro Monat und Bewohner im Schnitt 2,5 Stunden für die Pflegeprozessdokumentation aufgewendet werden. Dies beinhalten die Informationssammlung, die Pflegeplanung und die Evaluation. Das entspricht 250 Leistungsstunden oder übersetzt fast 2 Netto-Vollzeitkräfte!

 Das Pflegeheim beschließt aufgrund des personellen Notstandes, diese Tätigkeiten auf nur noch 0,75  Std. je Bewohner herunterzufahren. Es entsteht somit aber ein Arbeitsstau von 175 Stunden im Monat. Nach vier Monaten Krise haben sich so 750 Stunden Dokumentationsarbeit angehäuft, die liegengeblieben ist. Die Einrichtung beschließt, ab September jeden Monat 50 Stunden nachzuholen, bis im Dezember 2021 alle Dokumentationen wieder auf Stand sind.

Dieses, zugegebenermaßen vereinfachte  Beispiel bildet aber die Realität etlicher unserer Kunden ab. Es soll zeigen, dass Sie nicht in Panik verfallen müssen, wenn durch den Corona-bedingten verschärften Personalmangel, ein „Pflegeplanungsstau“ entsteht. Gehen Sie beim Abarbeiten genauso vor, wie Sie schrittweise eine Schuldenproblematik in Ihrem Betrieb lösen würden – Schritt für Schritt abzahlen und sich nicht beirren lassen. Im ambulanten Bereich lassen sich übrigens ganz ähnliche Lösungsszenarien modellieren.

 

Legen Sie also ein dreiteiliges Notfallprogramm auf:

  • Vermeidung von Fällen, die auf ein Organisationsverschulden hindeuten
  • Personalabdeckung im Rahmen (temporärer) Vorgaben der Kostenträger und Behörden
  • Mittelfristiger Plan von Abbau liegengebliebener Bürokratie

 

Gerne sind wir Ihnen in der Krise behilflich und entwickeln mit Ihnen tragfähige Lösungen für die Zeit nach der Krise. Rufen Sie uns an, wir sprechen miteinander und finden eine individuelle Lösung, maßgeschneidert für Sie und Ihre Einrichtung!

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