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Pflege im Quartier als Modellprojekt

Die brandenburgische Landesregierung hat jüngst eine Pflegeoffensive angekündigt. Bis Ende Juli sollen Konzepte für das neue Modellprojekt „Fachstellen Altern und Pflege im Quartier“ eingereicht werden. Schon am 1. Oktober soll das Projekt dann starten.

Das Projekt wird zunächst mit 665.000 € Fördermitteln ausgestattet. Ziel ist es, im gesamten Land Brandenburg Fachstellen einzurichten und zu etablieren. Die Sozial- und Gesundheitsministerin Diana Golze (SPD) kündigt Großes an. Demnach sollen die Fachstellen kreisfreie Städte, Landkreise und Gemeinden bei der Einrichtung lokaler Pflegestrukturen und altersgerechter Lebensräume unterstützen.

Ferner sollen durch die Fachstellen der Auf- und Ausbau niedrigschwelliger Betreuungs- und Entlastungsangebote koordiniert werden. Zudem sollen die Fachstellen als Berater fungieren und zur Entwicklung neuer Wohnformen beitragen. Dadurch sollen die Kommunen im Land Brandenburg beim Thema „Pflegebedürftigkeit“ gestärkt werden. Das Sozial- und Gesundheitsministerium in Potsdam ist davon überzeugt, dass die Pflege im Quartier das Modell der Zukunft ist.

Nach dem Willen Golzes sollen aber auch Vereine und Verbände eingebunden werden, um eine altersgerechte Quartiersentwicklung zu erreichen. Auch Unternehmen sind hierzu eingeladen, an der Verbesserung der Strukturen mitzuarbeiten. Das brandenburgische Sozial- und Gesundheitsministerium verspricht sich, dass altersgerechte Infrastruktur und niedrigschwellige Betreuungsangebote dazu beitragen können, Pflegebedürftigkeit zumindest zu verzögern.

Die politische Initiative ist in jedem Falle sinnvoll und richtig: Schließlich wird für Brandenburg mit einer Verdoppelung der über 80-Jährigen sowie einer Zunahme der Pflegebedürftigen um 70% bis 2030 gerechnet. Da ist jede Initiative hilfreich, die Pflegebedürftigkeit abfedert oder hinauszögern kann.

 

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