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Fortwährender Streit um die Generalistik

Die generalisierte Pflegeausbildung wird wohl kommen – trotz Gegenwindes aus verschiedenen Richtungen. Die Befürworter der neuen Pflegeausbildung, die die Berufe „Krankenpflege“, Kinderkrankenpflege“ und Altenpflege“ vereinen soll, versprechen sich davon die Linderung des Fachkräftemangels. 

Die größten Befürworter der Generalistik, Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und sein Staatssekretär Karl-Josef Laumann (beide CDU), mussten sich bei der ersten Lesung des neuen Ausbildungsgesetzes mit einigen Gegenwind auseinander setzen. Schon im Vorfeld gab es sogar aus den eigenen Reihen der Regierungskoalition aus Union und SPD einige Kritik.

Bei der ersten Lesung am 18. März im Bundestag kritisierten vor allem Oppositionspolitiker der Linken und der Grünen den Gesetzesentwurf. Die Befürworter warben vor allem damit, dass die generalisierte Pflegeausbildung zu höheren Löhnen und verbesserten Arbeitsbedingungen führen wird. Dies soll zu einer deutlichen Linderung des Fachkräftemangels beitragen.

Erstaunlich ist das Tempo, mit dem das Gesetz verabschiedet werden soll. Dies fällt auch Kritikern der generalisierten Pflegeausbildung auf. Diese befürchten eine Erosion des Personals in der Altenpflege zugunsten der Kliniken. Darüber hinaus wird befürchtet, dass durch die Beseitigung der Spezialisierungen besonders für die Kinderkranken- und die Altenpflege ein Qualitätsverlust in der gesamten Pflege die Folge ist.

Die generalisierte Pflegeausbildung soll so genannte „Pflegefachleute“ hervorbringen. Start der generalisierten Pflegeausbildung soll spätestens 2019 sein. Die Auszubildenden sollen dann in drei Jahren alle Bereich von der Kinderkrankenpflege über die Krankenpflege bis hin zur Altenpflege durchlaufen. Das in einigen Bundesländern für die Altenpflegeausbildung noch fällige Schulgeld soll entfallen. Alle Auszubildenden zum Beruf der „Pflegefachleute“ sollen eine Ausbildungsvergütung erhalten.

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