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Die entbürokratisierte Pflegedokumentation kommt ins Rollen

Der GKV-Spitzenverband, der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) und der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege e. V. (BAGFW) haben seit letztem Sommer das erklärte Ziel, die Entbürokratisierung der Pflegedokumentation nachhaltig umzusetzen.

Die in diesem Zusammenhang entstehenden Erfahrungen sollten zügig in die Praxis umgesetzt werden, damit es für die Pflegenden schnell spürbare Effekte bei der Arbeit an der Pflegedokumentation gibt. Aus diesem Grunde haben die drei großen Verbände im Sommer 2014 die Erarbeitung einer Strategie für die Einführung der entbürokratisierten Pflegedokumentation gegeben. Unterstützt wurden sie dabei durch den Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann.

 

Die Zahlen zu der Implementierungsphase sind beeindruckend:

  • Es sollen über 6.000 Einrichtungen bundesweit für die Teilnahme an der Entbürokratisierung der Pflegedokumentation gewonnen werden. Stand heute wird dieses ehrgeizige Ziel möglicherweise sogar erreicht.
  • Über 600 Multiplikatoren sollen verantwortlich für die Durchführung entsprechender Schulungen sein. Diese werden auch Konzepte entwickeln und die juristischen Hintergründe erläutern können.

 

Karl-Josef Laumann sagt deutlich, dass zu viel Bürokratie und sinnentleertes Kästchenankreuzen der größte Motivationskiller für die Pflegekräfte sind. Der Bundespflegebeauftragte freut sich, dass es sich hier um das größte Entbürokratisierungsprojekt in der Geschichte der Pflegeversicherung handelt. Er wünscht sich, dass die angestrebten 6.000 Einrichtungen (etwa 25% aller ambulanten und stationären Einrichtungen in der Bundesrepublik überhaupt) in den nächsten 18 Monaten für die Entbürokratisierung zu gewinnen sind.

Interessant ist die Einschätzung von Verbänden und Politik, wie sich denn die Pflegenden an der Basis die Dokumentation wünschen: Hier herrscht Konsens, dass die Praktiker eine Dokumentation umsetzen möchten, die sich auf das Notwendigste konzentriert. Alle Seiten wünschen sich, dass das Vorhaben der entbürokratisierten Pflegedokumentation schnell ins Rollen kommt.

Unverändert trägt der MDK zur allgemeinen Stimmung „Pro Entbürokratisierung“ bei: Die Prüfinstanz sieht die Konformität zu seinen Qualitätsprüfungen nicht gefährdet. So sagt Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS), ganz deutlich: „Mehr Dokumentation brauchen die Prüfer nicht.“ Klarer kann ein Statement nicht sein!

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