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Das neue Begutachtungsassessment für die Pflege nimmt konkrete Formen an

Schon jetzt lohnt es sich, sich mit dem neuen Begutachtungsassessment (NBA) auseinanderzusetzen. Gilt es doch gewappnet zu sein, wenn Ihre Patienten und Bewohner ab 2017 mit Hilfe des NBA in die neuen Pflegegrade eingestuft werden. Interessant ist übrigens, dass sich das Assessment auch einiger Begrifflichkeiten der strukturierten Informationssammlung aus der entbürokratisierten Pflegedokumentation bedient. 

Neu ist, dass nicht rein defizitorientiert in Bezug auf die Bereiche Körperpflege, Mobilität, Ernährung und Hauswirtschaft geschaut wird. Vielmehr ist die Begutachtungsphilosophie eine andere, wie die nachfolgende Auszählung zeigt – es werden folgende Bereiche bei der Begutachtung berücksichtigt:

  • Pflegebedürftigkeit aufgrund körperlicher, kognitiver sowie psychischer Beeinträchtigungen
  • Der Bedarf der allgemeinen Beaufsichtigung
  • Die Einbeziehung von Teilhabe an außerhäuslichen Aktivitäten, wie zum Beispiel Soziales und Kultur
  • Krankheits- und therapiebedingte Anforderungen

Hinzu kommt, dass der Grad der Selbständigkeit bei der Durchführung von Aktivitäten der neue Begutachtungsmaßstab ist. Eine zum Teil gleiche Begrifflichkeit zur strukturierten Informationssammlung (SIS) im Rahmen der entbürokratisierten Pflegedokumentation findet sich bei den Modulen und Lebensbereichen, die das NBA abdeckt. Im Rahmen der „Pflegebedürftigkeit“ wird die Mobilität, die kommunikativen und kognitiven Fähigkeiten, die Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, die Selbstversorgung, der Umgang mit therapiebedingten Anforderungen sowie die Gestaltung des Alltagslebens und der sozialen Kontakte begutachtet.

Im Rahmen der sogenannten „Hilfebedürftigkeit“ werden die außerhäuslichen Aktivitäten sowie die Haushaltsführung begutachtet.

Das neue Begutachtungsverfahren wird zudem ganzheitlicher. Die reine Minutenzählerei wie bisher wird dann entfallen. Nach einem Punktesystem und einer Gewichtung einzelner Teilbereiche wird künftig der Pflegegrad eines einzelnen Versicherten ermittelt. Das Verfahren soll transparenter und gerechter werden – und somit auch für alle Beteiligten besser nachvollziehbar, wie ein ermittelter Pflegegrad zustande kommt.

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