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Wachstum unter hartem Wettbewerb

Der demografische Wandel begünstigt Pflegeheimbetreiber, der Fachkräftemangel beutelt sie. Da ist die richtige Strategie gefragt, so eine Analyse der Unternehmensberatung Roland Berger. Grundlage ist die eigene Studie „Wachstumsmotor Pflege“. 

in etwa 12 Jahren, also im Jahr 2030, wird der deutsche Pflegemarkt ein Volumen von 85 Milliarden Euro haben. Das vermutet zumindest die Unternehmensberatung Roland Berger. Bislang liegt das Volumen bei etwa 50 Milliarden Euro. Damit liegt die Pflege schon heute auf Rang 3 im Gesundheitswesen.

Allein diese Zahlen machen deutlich, welche volkswirtschaftliche Bedeutung unsere Branche schon heute hat und welches Wachstumspotenzial sie beinhaltet. Der Hauptgrund ist der zu erwartende Anstieg der Pflegebedürftigen um mindestens 600.000 Menschen bis 2030.

Hinsichtlich der demografischen Erwartung wird sogar von anderen Stellen mit bis zu 1,2 Millionen Pflegebedürftigen mehr gerechnet. Doch Roland Berger spricht auch von hemmenden Faktoren für die Pflege. Dies sei vor allem im medizinisch-technischen Fortschritt und den Präventionsbemühungen zu verdanken, so Oliver Rong, Partner bei Roland Berger.

Wachstum ist für Pflegeunternehmen also ohne weiteres möglich – wenn es denn genug Personal gebe. Der sich immer weiter verschärfende Personalmangel ist ebenso ein Wachstumshemmnis. Der Schlüssel für eine erfolgreiche Strategie ist der Studie zufolge eine Strategie, die die fünf Faktoren „integrierte Geschäftsmodelle“, „Digitalisierung“, „Unternehmen als Marke“, „Qualitätsmanagement“ und „Kostenvorteile“ in sich vereint. Ferner liegt die Zukunft für Pflegeunternehmen definitiv darin, die Versorgungskette im Pflegebereich vollumfänglich abdecken zu können.