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Stellungnahme zum Ist-Stand der Leitungsstrukturen in der Pflege

Sie spüren das in Ihrer Praxis seit Jahren- die Anforderungen an Sie als Leitungskräfte nehmen stetig zu. Neben laufenden Neuerungen in der Pflege kommen auch immer komplexere juristische und betriebswirtschaftliche Fragestellungen auf Sie zu, die gelöst werden müssen. Der Berufsverband DBfK hat dazu ein Positionspapier veröffentlicht, um auf diese Tatsache aufmerksam zu machen.

Immer mehr Aufgaben bei immer weniger Ressourcen – so lässt sich das Dilemma von vielen Führungskräften in der ambulanten und stationären Pflege beschreiben. Die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Pflegequalität, die dem DBFK angehört, macht deutlich, dass durch diese Situation auch die Qualität der Patientenversorgung gefährdet ist.

Im Einzelnen stellt die BAG folgendes fest:

Durch die Reduzierung von Hierarchieebenen werden automatisch größere Organisationseinheiten geschaffen. Das aber verdichtet die Aufgaben der verbliebenen Führungskräfte umso mehr. Die Motivation solcher Reduzierungen sind fast immer Einsparungen bei den Personalkosten.

Durch die Reduktion von Leitungspositionen werden auch die Weiterentwicklungs-möglichkeiten von Nachwuchskräften eingeschränkt. Das wiederum führt wiederum zu einem höheren Ausfallrisiko in Leitungspositionen, weil aus den eigenen Reihen nicht mehr nachbesetzt werden kann.

Das BAG spricht auch die mangelhaften Arbeitsbedingungen für Führungskräfte in unserer Branche an. Vor allem die fehlende Zeit für Leitungsaufgaben und die räumliche Ausstattung werden als Hemmnisse definiert. Hinzu kommt eine fehlende Qualifikation für die Funktion. Das ist vor allem bei den Pflegedienstleitungen wenig verwunderlich, gehen doch die angebotenen Kurse nicht immer mit der Zeit.

Die Arbeitsgemeinschaft stellt daher diese Forderungen:

  • Freistellung für Führungsaufgaben
  • Unterstützung bei der Nachqualifizierung von Führungsnachwuchs
  • Definition eines klaren Rollen- und Aufgabenprofils
  • ausreichende Gestaltungsspielräume, die dem Wohle der Kunden dienen
  • Würdigung von Erfolgen
  • kontinuierliche Weiterbildung und gezielte Weiterqualifikation

Diese Forderungen dürften im Einklang mit den Bedarfen in der Praxis stehen. Vor allem die gründliche Erarbeitung eines Fähigkeits- und Kompetenzprofils sollte selbstverständlich werden, um die Führungskräfte im Sinne ihrer Organisation und aller Beteiligten gezielt weiterzuentwickeln.