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Schleichende Aufgabenverschiebung von unten nach oben

Nicht nur uns als externen Beratern fällt es immer mehr auf, dass Sie und Ihre Führungskräfte immer mehr Aufgaben Ihrer unterer Führungsebene und auch Ihrer Fachkräfte übernehmen müssen. Auch aus Reihen von MDK- und Heimaufsichtsprüfern werden immer wieder gleichlautende Beobachtungen formuliert.

Bei den anhaltend hohen Krankheitsquoten, der zum Teil hohen Fluktuation gepaart mit dem Problem, dass eine Fachkraft-Nachbesetzung bis zu 170 Tage dauert, fehlt es schlicht und einfach an personeller Substanz, die pflegerische Versorgung auch qualitativ gut sicherzustellen. In der Praxis führt das dazu, dass Pflegedienstleitungen etwa 2/3 ihrer Arbeitszeit mit dem Stopfen von Dienst- und Tourenplanlöchern beschäftigt sind.

Dadurch aber bleiben wesentliche Aufgaben der Betriebssteuerung und des Pflegecontrollings liegen. Diese Aufgaben verschieben sich dann zwangsläufig eine Ebene höher. Das Resultat sind ausgebrannte Führungskräfte, die von morgens bis abends ein schlechtes Gewissen haben, weil „der MDK bald kommt und nichts richtig läuft“. Diese hier geschilderte Entwicklung gewinnt an Eigendynamik, wird dann zur Gewohnheit und irgendwann zur Unternehmenskultur.

Das aber kann keiner wollen. Deshalb muss es bei Führungskräften nicht nur den unbedingten Willen zur Veränderung der Situation geben. Um wieder in Aktion zu kommen, muss die Führungskraft auch emotional davon überzeugt sein, dass ein Wandel möglich ist. Tatsächlich kann bei Ihnen und Ihren Führungskräfte-Kollegen diese intrinsische Überzeugung geschaffen werden.

Der erste Schritt dazu ist, dass Sie einen Punkt machen. Und den Ist-Zustand akzeptieren. Sie können den strukturellen Personalmangel nicht ändern. Sie können auch die Marktmacht der Pflegemitarbeiter nicht ändern. Der zweite Schritt ist, dass Sie es lernen, auf eine Veränderung der Dinge in Ihrem Betrieb zu vertrauen. Das geht.

Wir und unsere Beraterkollegen von Mitbewerbern erzielen erste Erfolge in der Arbeit mit Führungskräften. Diese Erfolge sind in erster Linie an Fluktuations- und Krankheitsquoten sowie an betriebswirtschaftlichen Ergebnissen messbar. Denken Sie an ein Gleichnis aus der Wirtschaftspolitik: Noch vor 30 Jahren hätte keiner einen Pfifferling darauf gesetzt, dass das Ruhrgebiet den Strukturwandel schafft. Tatsächlich aber ist der erfolgreich gemeisterte Wandel an wachsenden Einwohnerzahlen und verbesserten Wirtschaftsdaten abzulesen. Es geht also – vertrauen Sie sich selbst und der Wandlungsfähigkeit Ihres Unternehmens!