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Generalistik wird mit Inhalt gefüllt

Das Vorgehen war schon etwas irritierend: Zunächst wurde die generalistische Pflegeausbildung beschlossen, aber ohne eine inhaltliche Ausgestaltung in Form einer Prüfungsordnung. Diese Lücke wird nun scheinbar gefüllt. Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn legte nun seinen Entwurf zur Ausgestaltung der Generalistik vor. 

Die Eckpunkte sind folgende:

  • Dauer der Ausbildung 3 Jahre – höchstens 5 Jahre
  • 100 Stunden theoretischer und praktischer Unterricht an der Pflegeschule
  • 500 Stunden praktische Ausbildung
  • Die Ausbildung findet bei einem Ausbildungsträger statt, dort muss der so genannte „flexible Orientierungseinsatz“ sowie der Vertiefungseinsatz durchgeführt werden.
  • Die Ausbildung soll alle Anforderungen erfüllen, damit diese nach EU-Richtlinie anerkannt wird

Zur inhaltlichen Ausgestaltung der praktischen Ausbildung beim Ausbildungsträger ist mit folgenden Punkten zu rechnen:

  • Ausbildung in den drei allgemeinen Versorgungsbereichen stationäre Akutpflege, stationäre Langzeitpflege, ambulante Akut- und Langzeitpflege
  • Pflichteinsätze in den Bereichen pädiatrische und psychiatrische Versorgung
  • Einsatz z.B. im Bereich Palliativversorgung, Pflegeberatung oder Rehabilitation

Die Abschlussprüfung wird in die schriftliche, mündliche und praktische Prüfung unterteilt. Bei der schriftlichen Prüfung erstrecken sich die abzuprüfenden Inhalte in Form einer Fallbearbeitung übergreifend auf alle Inhalte. Die praktische Prüfung bezieht sich hingegen auf den vom Prüfling gewählten Vertiefungsbereich und der mündliche Teil unter anderem auf einen Versorgungsbereich, der von der praktischen Prüfung nicht erfasst wurde.